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Gemälde von Johann Georg Gichtel: "Theosophica Practica", 17. Jahrhundert

Dieses alte europäische Gemälde zeigt die Zentren der Lebensenergie, wie sie heute erforscht werden können, und für die moderne spirituelle Bestrebungen meist die indische Bezeichnung "Chakra(s)" - gesprochen Tschakra (Rad) verwenden. Sehr sensitive Personen können diese wirbelnden Strukturen sehen, wo sich Leben und Bewusstsein berühren.
Es gibt mehr als 7 solche Zentren entlang der Wirbelsäule, (jeweils verbunden mit Nervenknoten, Drüsen bzw. Organen). Deshalb gibt es leicht unterschiedliche Einteilungen, die jeweils 7 Zentren besonders herausstellen. Das Gemälde zeigt die Version mit dem Milz-Zentrum (das 6. von oben), ähnlich derjenigen, die in modernen theosophischen Darstellungen bevorzugt wird. Die oberen Zentren, verbunden mit der Zirbeldrüse, der Hirnanhangdrüse und der Schilddrüse sind in den meisten derartigen Lehren identisch. In Yogalehren wird an Stelle des Herzzentrums oft ein damit verbundenes, in der Brustmitte liegendes Zentrum dargestellt, das mit der Thymusdrüse verbunden ist. Darunter kommt das mit dem Sonnengeflecht verbundene emotionale Zentrum. Statt des Milzzentrums - als Zentrale der Lebenskräfte - wird in bestimmten Yogaarten das Geschlechtszentrum erwähnt, das damit verbunden ist. Das Gemälde zeigt offenbar beide Zentren, dafür zeigt es aber das unterste Zentrum nicht direkt, welches im Bereich des Steißbeins bzw. des Damms liegt, und welches die physischen Kräfte steuert.
So wäre es nicht dem heute möglichen, auch wissenschaftlichen Erkenntnisstand entsprechend, zu sagen, die "Chakren" seien bloß ein "hinduistisches Konzept". Es sind vielmehr zunächst einmal Realitäten, die bei allen Menschen gefunden werden können. Das altgriechische und frühchristliche Begriff "Pneuma" mit seinen verschiedenen Bedeutungen "Atem"/ "Lebenshauch"/ "Geist" zeigt Beziehungen zu jenem Wissen über die Lebenskräfte, das in den verschiedensten Kulturen rund um die Welt herum gefunden werden kann.
Jedoch: Die Lebenskräfte insgesamt sind nicht automatisch identisch mit dem Heiligen Geist. Trotzdem kann der Heilige Geist, der u.a. durch das Gebet dazukommt, die Lebenskräfte durchdringen und reinigen - wie er die seelisch-geistigen Bereiche erhellen kann, und wie er helfen kann, den physischen Körper zu heilen.

Selbstverständlich werden mit dieser Darstellung nicht automatisch alle Arten von Praktiken als empfehlenswert herausgestellt, die zu diesem Thema im Umlauf sind.

 

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