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Wege von Jesus Christus im menschlichen Bewusstsein und der Erde.
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Das eigentlich Christliche ist Jesus Christus selbst und damit selbständig im Innern die Verbindung mit dem gegenwärtigen Christus zu suchen –"Suchet, so werdet ihr finden"–. Die Zwiesprache mit ihm ernst zu nehmen, und Impulse daraus umzusetzen, kann sich als der direkteste Weg, ihn zu verstehen, zeigen. Dazu mögen diese Artikel Interessierte ermuntern.
Ein anderer Weg, jedoch vereinbar mit dem genannten "direktesten" Weg ist, jene spezifischen Qualitäten zu ertasten und ins eigene Leben nach und nach hereinzunehmen, die Jesus Christus einbrachte. Dazu mögen die neu herausgearbeiteten fettgedruckten Passagen dieser Artikel helfen.
Diese verschiedenartigen Merkmale, die erweiterungsfähig wären, haben gemeinsam, daß Christus offenbar jenseits der Gegensatzpaare (Dichotomien) dieser Welt steht. Er vermischt die jeweiligen beiden Seiten auch nicht einfach, sondern die von ihm nahegelegten Einstellungen sind stets ein "Dritter Weg", der von einer anderen Ebene her das Fruchtbare, nicht Abgeglittene aus allen Seiten einzubeziehen in der Lage ist, unter Verwandlung von allem Verhärteten. Siehe dazu die Tafel am Schluss.
Aus den einzelnen betrachteten Merkmalen ergäben sich auch weitere Konsequenzen für die heutigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen älterer und neuerer Bestrebungen. Viele dieser Gruppen sprechen zumindest in einem Punkt und in einer Hinsicht etwas Notwendiges aus, was andere Gruppen z.B. aus dem Verfangensein in veralteten Links-Rechts-Gegensätzen nicht berücksichtigen. Auseinandersetzungen zwischen alt und neu würden – zumindest in absehbarer Zeit – nicht verschwinden; aber an die Stelle starrer Fronten mit Scheingegensätzen würde der Dialog treten; und die Auseinandersetzungslinien würden an die richtigen Stellen kommen. Auch würden leichter diejenigen passenden Menschen zusammenfinden, die miteinander neue Projekte aufbauen können, – die nicht wieder in Einseitigkeiten enden. Nicht Passendes würde sich neu gruppieren.
Auch alle weiteren Betrachtungen dieser Artikel können über das Studieren hinaus entsprechend der individuellen Intensität und Entwicklung Praxischarakter gewinnen; auch wenn manche durchgängige Gesichtspunkte dazu verstreut und nicht in jedem Kapitel wiederholt sind.
Diese Art der Untersuchung führt also über die Gewohnheit der vielen theologischen und anderen Richtungen hinaus, Jesus stets für ihre gutgemeinten, aber eben einseitigen Sichtweisen zu „benutzen"; sie betonten dazu jene Stellen, die in ihr jeweiliges Bild paßten, und erklärten die anderen weg, oder interpretierten sie um, oder ignorierten sie. Schon die Verfasser der Evangelien in den ersten Jahrhunderten erkannten zumindest ansatzweise, daß die Vielseitigkeit Jesu dann besser darzustellen war, wenn sie mehrere Quellen dazu heranzogen. Sie waren nicht so dumm, daß sie die Unterschiedlichkeit der Anschauungen darin nicht bemerkt hätten. Dagegen sahen es einige moderne Theologen als ganz große Entdeckung, daß sie unterschiedliche Quellen mit unterschiedlichen Sichtweisen aus den überlieferten Evangelien erschließen konnten, z.B. eine sog. „Quelle Q"; gleich verbunden mit der vorschnellen Frage und deren Entscheidung, wer von den Urhebern nun eher „recht" gehabt haben mochte. Es ist nun erkennbar, daß sie auf ihre Weise fast Alle „recht" haben mögen, unter Abzug ihrer jeweiligen Einseitigkeiten. Das könnte der "Ökumene" neue Impulse geben.
Menschen, die sich auf einen anderen religiösen bzw. weltanschaulichen Hintergrund beziehen, aber einer weder kirchlich verhärteten, noch verflachten christlichen Herangehensweise positiv interessiert gegenüberstehen, oder in ihr jedenfalls etwas Sinnvolles erkennen können, können sicherlich auch etwas daraus lernen; wie auch der Verfasser dieses Kapitels die verschiedensten Richtungen kennen und schätzen lernte. Manche Vertreter anderer Religionen erkennen heute immerhin schon mehr von den materiell schwer erklärbaren Seiten von Jesus Christus an, als viele historisch-kritische christliche Theologen. Das könnte diesen zu denken geben.
Darüber hinaus ist Christus sowieso nicht von den Religionsgemeinschaften des „Christentums" zu pachten. Seine Herangehensweise kann Menschen die Kraft zur Einheit in der Vielfalt geben: Liebe, und tiefernstes Verstehen- Wollen, eine harmonisierende Kraft. Diese nivelliert aber nicht alle Unterschiede, sondern erhält Vereinbares liebevoll nebeneinander und lässt wirklich Unvereinbares als solches sichtbar werden. Diese zur Konvergenz/Annäherung verschiedener Strömungen beitragende Kraft von Christus haben Christen der Welt vielfach vorenthalten. Auch im Interesse der Rettung der Erde ist es Zeit zu einer grundsätzlichen Neubesinnung von Christen auf ihre eigentlichen Aufgaben – vorausgesetzt, sie wollen sich wirklich als Christen verstehen.
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