
Liste: Änderungen, die in zusätzlichen Themenseiten seit Januar 2002 eingearbeitet sind, Stand 21.4.2012 - neuere Änderungen
dunkelrot / rosa
/ grau, |
In der Ergänzungsseite zum Kapitel "Jesus Christus: Die Geburt" des Haupttexts:
Auch für weniger direkt in dieser Richtung Suchende hatte besonders in früheren, geruhsameren Zeiten das Weihnachtsfest damit zu tun. Die Feste des "Kirchenjahres", in diesem Fall die Adventszeit, stimmten auch die Allgemeinheit auf ein plastisches Verinnerlichen der Christgeburt ein, ähnlich wie die Fastenzeit seelisch auf das Osterfest vorbereitete. So konnte im Lauf der Jahre etwas erfahren - wenn auch nicht voll verstanden werden, was in der heutigen, davon eher ablenkenden Zeit fast nur noch bei intensiver Meditation bzw. längeren Gebetsphasen erlebt werden kann.
Weihnachten ist im weiteren Sinne ein
Fest der Liebe, zur Erinnerung daran, daß der Menschheit Jesus geschenkt wurde.
Dies ändert aber den tieferen Sinn nicht, da alle Schritte im Leben Jesu auch
nachvollziehbar sind. Vgl. außerdem das Kapitel "Und das Wort wurde
Fleisch" im Haupttext.
Wiedergeborene
Christen im Sinne heutiger Freikirchen u.a.
- sind trotzdem weiter gefordert, täglich ihren Glauben zu stärken, und so
vollkommener zu werden.
- Bei ihnen steht jetzt an, alle ihre Lebensgebiete neu zu ergreifen; die
meisten werden dadurch sehr Vieles ändern müssen.
- Wie in einer kommenden Phase "alles neu gemacht wird" (Off. 21,
5), so ist es heute schon angesagt, über alles neu nachzudenken ...
.
in b/abendmahl.htm bzw. ehem. abendmahl2.htm, Ergänzungen
Es gibt wenig bekannte Bemühungen im
Umfeld der katholischen Kirche um eine "Reinigung" bzw. Vertiefung der
Eucharistie. Dann wäre aber eigentlich zuerst daran zu denken, dem Kirchenvolk
wieder den Zugang zum Abendmahlswein zu geben - der entweder nicht, oder nur
vereinzelt zu bestimmten Festtagen gewährt wurde, während ansonsten der Wein
nur dem katholischen Priester vorbehalten war. Diese Annäherung an die Praxis
Jesu wäre zugleich eine Annäherung zwischen den Kirchen.
Die evangelischen Kirchen könnten ihrerseits sich einzufühlen suchen in
dasjenige, was "zum Gedächtnis" an das Wirken Jesu "in das Brot
und den Wein hineingelegt ist". Auch eine mehr symbolische Anschauung davon
kann eine Brücke zum realen Wirken Christi sein.
Bei den an vielen Orten an Festtagen und zu besonderen Gelegenheiten wie
Hochzeiten stattfindenden ökumenischen Gottesdiensten teilt jeweils ein
katholischer und ein evangelischer Pfarrer das Abendmahl an die Angehörigen der
jeweiligen Konfession aus. Es ist dann die Frage, warum bei einem Ökumenischen
Kirchentag nicht auch eine Form gefunden werden sollte, um nicht nur
theoretisch, sondern auch praktisch die Gemeinsamkeiten beim Abendmahl zu
betonen. Immerhin wird das Abendmahl wie die Taufe von beiden Kirchen als
Sakrament - d.h. zeichenhafte heilige Handlung - anerkannt (während die
katholische Kirche zusätzlich die Kommunion, die Firmung, die Beichte, die Ehe,
die Krankensalbung, und die Priesterweihe als Sakramente behandelt.)
Neue
Erschwerungen in der Ökumene:
Z.B. die untenstehende Vorschrift des Canonis Juridicis (katholisches
Kirchenrecht) 844 §4
konnte unter Umständen als eine Begründung für die allgemeine Praxis genutzt
werden, evangelischen Interessenten auf Wunsch das katholische Abendmahl
auszuteilen. Die Schrift der Katholischen Kirche (Apostolischer Stuhl),
"Instruktion Redemptionis Sacramentarum - über einige Dinge bezüglich der
heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind" vom
25.3.2004 forderte nun, daß die Bedingungen aus 844 §4
nicht voneinander getrennt werden könnten, sondern alle zusammenkommen müßten
- offenbar um die übliche Praxis zu erschweren. Eine solche pauschale
Zurückweisung evangelischer Christen dürfte sich aber besonders in Ländern
mit vielen Mischehen wie Deutschland nicht durchsetzen lassen. Untenstehend die
in der "Instruktion..." erwähnten, aber nicht wiedergegebenen
Paragraphen des kath. Kirchenrechts.
Anmerkung zu 844 §3:
die evangelischen Kirchen wurden von Seiten des Vatikan noch nicht in dieselbe
Nähe zur katholischen Kirche gerückt wie die orthodoxen bzw. orientalischen
Kirchen. Aber der Vatikan hätte in diesem §3
ein Instrument, wo er sogar ohne diese Paragraphen zu ändern, weiteren Kirchen
größere Gemeinsamkeiten bestätigen könnte. Außerdem könnte er, wenn er
wollte, statt in diesem Paragraphen die "Kirchen" zu betonen, einfach
die "Angehörigen" der Kirchen, also die Individuen und deren
Glauben stärker betonen - in diesem Fall besonders den Glauben an die reale
Gegenwart Christi beim Abendmahl, woran auch Luther glaubte.
Jedoch: Diese "Instruktion" bringt jedoch auch die möglichen Gelegenheiten des Austeilens von Brot und Wein an Laien zur Sprache - versteckt unter dem Fachbegriff "Die Kommunion unter beiden Gestalten", weswegen es vielen Kommentatoren nicht ins Auge gefallen ist. Würde das auch nur unter allen möglichen Umständen auch tatsächlich mutig praktiziert, würde auch das eine größere Gemeinsamkeit der katholischen Kirche mit den protestantischen Kirchen - und mit dem ersten Abendmahl - zeigen. Die sich im nach wie vor gültigen "Römischen Meßbuch" (Missale Romanum) diesbezüglich zeigenden Gedanken hatten diesen Mut in der Vergangenheit nicht besonders bestärkt. Entsprechende Wünsche könnten aus bestimmten Gründen am besten von Laien an ihre katholischen Pfarrer herangetragen werden.
(&
Auszug Can. jur.)
.
(neu) themen/theologiegeschichte.htm : Diese Seiten und die theologischen Richtungen der Kirchengeschichte
Einfügungen in theologiegeschichte.htm Abs. 2Ergänzung:
Jesus und Theologien
Es gibt unterschiedliche theologische
Sichtweisen im Neuen Testament. Aber die Schreiber müssen sie bewusst
kombiniert haben. Sie ertasteten, daß Jesus viele Seiten hat. Es sind mehrere
theologische Blickwinkel nötig, ihn zu verstehen.
Er lehrte einerseits das soziale Gespür der liberalen oder innerhalb der
Befeiungstheologie - und er lehrte die strikten individualethischen
Leitlinien ziemlich konservativer Theologen (jedoch nicht formalistisch und
nicht an der Staatsmacht orientiert).
Er hatte sowohl die spirituelle Haltung christlicher Mystiker oder
esoterischer Christen (vgl. die Mystische Theologie östlicher Orthodoxer
Kirchen) - als auch die Einstellung, daß die Jünger ihr Leben in dieser
physischen Welt meistern sollten (Letzteres ist das Hauptthema der meisten
gegenwärtigen Theologen und Seelsorge, besonders der evangelischen.)
Jesus zeigte eine "übernatürliche" Beziehung zu Gott, (von
der Taufe bis zum Kreuz und der Auferstehung; wie es z.B. in der Rückschau von
Johannes bzw. seinen Schülern im Johannes-Evangelium zum Ausdruck kommt); das
kann nicht mit Hilfe des intellektuellen Bewusstseins von Theologen wie Bultmann
erklärt werden. Nichtsdestoweniger mußte Jesus durch menschliche
Lebensabläufe gehen, wie sie auch für Naturwissenschaftler zugänglich
sind.
Mehrere Vorkommnisse können von der Tiefenpsychologie unserer Tage
verstanden werden; mehrere sind dagegen spirituell in einem Sinn, der
über tiefenpsychologische Erkenntnismöglichkeiten hinaus geht.
Viele Gesichtspunkte sind fast verloren, seit große Teile der frühen
Christenheit als "Ketzer" usw. verfolgt wurden (in einen Topf geworfen
mit wirklichen religiösen Mißbräuchen). Sie waren alle einseitig, aber nicht
mehr als irgendeine existierende Kircfhe auf ihre Weise.
Diese Einseitigkeit ist nicht automatisch negativ. Die konstruktiven Teile von
all diesen Richtungen würden insoweit in Ordnung sein - falls sie nicht denken
würden, daß sie die Einzigen seien, die recht haben, und daß die Anderen
komplett unrecht hätten.
Die einzelnen Evangelien und Theologie
Die Evangelien - und z.B. der Teil
des Markusevangeliums, der "Quelle Q" genannt wird - repräsentieren
vers´chiedene
Blickwinkel. Daher sind sie für Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund
geschrieben. Markus war z.B. wichtig für den analytischen Verstand der
Römer und für Übersetzungen in die romanischen Sprachen. (Aber Prof. Morton
Smith nennt einen "geheimen Teil" dieses Evangeliums, der von
Unterlagen von Petrus stammte, und der nur für erfahrene Leute genutzt wurde;
mit der Auferweckung des Lazarus usw.) Der österreichische Mystiker Jakob
Lorber schrieb, Markus sei als Junge ein geschätzter Bote zwischen den Jüngern
gewesen. So würde er genau gewusst haben, was sich ereignete. Er weist Züge
eines Theologen auf, dessen Frage lautet: wer ist Jesus?
Das ursprüngliche aramäische Matthäus-Evangelium, das verloren bzw.
noch nicht entdeckt ist, muß an die Juden gerichtet gewesen sein; dieses, wie
auch das heutige "Matthäus-Evangelium" ist letztlich an alle
gerichtet, die ausführliche Beschreibungen voller Leben über die Taten Jesu
brauchen.
Ähnlich Lukas, aber mit gefühlsmäßiger Tiefe.
Z.B. das Johannes-Evangelium war für spirituelle Christen (mit
griechischer Mysterien-Biographie) geschrieben, wobei das spezifisch Christliche
in ihrer Sprache herausgearbeitet wird.
Johannes versteht das Leben Jesu besonders deutlich vom Ostergeschehen her;
Matthäus beginnt deutlicher mit dem Leben. Beide Blickwinkel sind korrekt; aber
das Kreuz und edie Auferstehung haben die meisten Konsequenzen für die Zeit
danach.
Johannes versteht das Leben Jesu besonders deutlich vom Ostergeschehen her;
Matthäus beginnt deutlicher mit dem Leben. Beide Blickwinkel sind korrekt; aber
das Kreuz und edie Auferstehung haben die meisten Konsequenzen für die Zeit
danach.
Das apokryphe "Philippus-Evangelium" ist kein Evangelium,
sondern ein frühchristlicher Beitrag oder Kommentar zur Diskussion mit Menschen
aus verschiedenen anderen religiösen Richtungen - mit einem eigenen Standort
zwischen diesen. (Es ist keine gnostische Schrift, wie Manche annehmen mögen.)
Das apokryphe "Thomasevangelium" ist kein Evangelium, sondern eine
wahrscheinlich authentische Sammlung von Aussprüchen Jesu; einschließlich
einiger Aussagen, die in dieser Form spirituell interessierten Menschen gewidmet
waren.
Forschungsmethoden
Ähnlich sind die verschiedenen
Forschungsmethoden alle in ihren jeweiligen Grenzen nützlich, wenn sie zusammen
angewandt werden (interdisziplinär). Wenn jemand allerdings versucht, Theologie
auf praktisch nur einem Wissenszweig aufzubauen (wie Sprachwissenschaft oder
Archäologie), wird das Ergebnis teilweise falsch. Es ist außerdem nötig,
meditative Methoden einzubeziehen, was fast nirgends gemacht wird.
.
In themen/meditation.htm": Methodische Hinweise": präzisierte Absätze
Bibelstudium, d.h. Texte lesen, sprachlich und im Zusammenhang erarbeiten ist nur eine Methode. Während des Studiums können die Kapitel des Texts und nicht zuletzt Gott tiefere Erkenntnisse fördern. ...
Wer über das Lesen hinaus an einer ganzheitlichen Methode des Erarbeitens näher interessiert ist - vernachlässigte Schichten der Seele einbeziehend -, kann nach dem Studium eines Kapitels dieser konzentrierten Betrachtungen das entsprechende Kapitel z.B. des Johannesevangeliums lesen und darüber meditieren.
Zusatz
Selbst Jene, die durch eine Suche nach inneren Erfahrungen auf den untauglichen und gefährlichen Weg des Drogenkonsums gestoßen sind, könnten statt dessen durch Meditation ein erfüllendes Erleben finden.
Zusatz
Es gäbe auch die Möglichkeit, die vielen künstlerischen Bilder und Symbole in den Kirchen aufzugreifen.
.
"b/kirchen.htm" Änderungen:
Die Bogumilen und Katharer waren damit z.T. verwandt, aber einseitig weltflüchtig.
„b/kirchen.htm" Ergänzung betr. Marienprophetie:
*** Einen Eindruck davon vermitteln: Franz Speckbacher, „Garabandal"; und "Manduria", Parvis-Verlag, Schweiz (ein Beispiel aus der Gegenwart in Italien); Georg Schmertzing "Geheimnis Maria" (Zusammenstellung verschiedener Orte)
Ergänzungen und Erweiterung in "b/kirchen.htm"
0.
Eine wichtige Basis für ein gewisses Miteinander der Kirchen ist das weitgehend gemeinsame Verständnis der Taufe als Sakrament. Beim 2. Vatikanischen Konzil 1962 gab es eine gewisse Öffnung für die Ökumene: die katholische Kirche anerkannte, daß es Elemente wie das Wort Gottes, lebendige Gnade, Hoffnung, Liebe, und die Gaben des Heiligen Geistes - unsichtbare und sichtbare Elemente - auch jenseits der katholischen Kirche gibt; und daß so eine 'Heiligung' und Erlösung auch dort möglich ist. Die Katholische Kirche wurde aber weiterhin als die einzige vollständige Kirche bezeichnet.Jesus hatte Petrus aufgetragen, seine "Lämmer" und "Schafe" zu "weiden" (Joh.21). Jesus hat damit allerdings nicht die anderen Jünger und deren Schülerkreise Petrus zugeordnet, sondern die vorhandenen Christen in ihrer Breite: z.B. die alten "7 Kirchen in Asien" (s.o.) wurden von Johannes betreut, und nicht von Petrus; viele Gemeinden wurden von Paulus betreut usw. Es ist also die Frage, was jenes "Weiden" durch einen Nachfolger von Petrus unter heutigen Umständen bedeuten könnte. ... Wären die Kirchen zusammengeschlossen, würden sie sicherlich auch eine gemeinsame Spitze wählen.
4. Die Marienverehrung in der katholischen bzw. orthodoxen Kirche ist in dieser Form zwar in den protestantischen Kirchen nicht vorhanden; aber dies wird offenbar nicht als ein zentraler Streitpunkt auf dem Weg zu größerer Einheit gesehen. Das 2. Vatikanische Konzil gestand auch zu, daß es bei der Liturgie Unterschiede entsprechend der Geistesart der Gläubigen geben könne, auch solche, die gegenseitig bereichernd sein können. Uns sind aus evangelischen Kirchen einzelne Versuche aus den 50er/ 60er-Jahren bekannt, die Marienverehrung in geeigneter Form wieder einzuführen.
Es wäre somit durchaus möglich, daß die Kirchen im Sinne der Ökumene weiter aufeinander zu gingen, statt Christus weiter durch ihre Abgrenzungen voneinander zu quälen.*
Dieses aufeinander-zu-gehen sollte durchaus "mit Sensibilität und Rücksichtnahme aufeinander, in Geduld und zugleich mit Mut in Ehrfurcht vor der Wahrheit" geschehen, wie es Papst Johannes Paul II. nannte. Was allerdings unabhängig davon schon heute erlebt werden kann, ist jene "allgemeine Kirche" im Geist von Jesus Christus, die aus Allen besteht, die Jesus Christus auf ihre Weise nachfolgen, und sich bemühen, "den Willen des Vaters zu tun" - gleich in welchen Kirchen sie sind; und auch wenn welche darunter sind, die in gar keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft Mitglied sind, oder die nicht ständig den Begriff Christentum vor sich hertragen. Hierauf baut in Bezug auf das Thema Kirchen die Website "Christuswege" auf. Bemühungen um eine sichtbare Einheit bleiben trotz dieser Erfahrung als Aufgabe bestehen, sind also kein Gegensatz. Dies muß jedoch wirklich aus dem Inneren heraus gewollt sein; eine äußerliche Unterschrift allein wird es nicht bringen.*) Dabei könnten sich Kirchen wie die Katholische anregen lassen von den diesbezüglichen Christusbotschaften der orthodoxen Christin Vassula Ryden, "Das wahre Leben in Gott" Band 1. Die katholische Kirche wertet solche Schriften als "Privatoffenbarungen"
, Oft geht der Inhalt jedoch über solche Inspirationen hinaus, die lediglich für das persönliche Leben der Betroffenen von Bedeutung wären. (Literaturangaben werden von dieser Website nur als zusätzliche Hinweise gegeben, und unsere Erkenntnisse sind unabhängig davon.)Es
kann allerdings um den Heiligen Geist gebeten werden.
Einige der evangelischen
Kirchen denken, daß die Offenbarung mit der Bibel abgeschlossen ist. Andererseits
gab und gibt es viele derartige Erscheinungen auch außerhalb der Kirchen, vgl.
auch Joh. 14:21-23.
(...) Das
ist jedoch ein lebenslanger, schwieriger Lernprozeß; und solche Botschaften zu
verbreiten, setzt eigentlich eine besondere Berufung, sowie eine besondere
Verbundenheit mit Gott und eine entsprechende Vorbereitung voraus.
-
"Daß Ihr euer Leben würdig wie Menschen lebt und eure täglichen
Pflichten erfüllt, aber auch Gott dem allmächtigen Vater den gebührenden
Platz in Eurem Leben einräumt" (aus Marienbotschaften an die Seherinnen
von Garabandal und anderswo.)
- ... Der Mensch
bekommt über sein mit Christus verbundenes Selbst mehr Kontakt zum Geist ...
- Z.B. wo jemand aggressiv, sich auf Inspirationen von Christus berufend,
angelesene landläufige, verleumderische Urteile über Mitchristen verbreiten
würde, damit Unfrieden stiftend, wäre also die Wahrscheinlichkeit besonders
groß, daß es sich weder um eine berechtigte Aktivität noch um eine echte
Botschaft Christi oder des Heiligen Geistes handelt.
... das "Innere Wort aus dem Herzen" bei vollem Bewusstsein - also
nicht zu verwechseln mit schizophrenen oder hypnotischen Erscheinungen. Bei
einiger Praxis wird auch klar, daß es einen anderen Charakter als telepathische
Erscheinungen hat (vgl. "Vom Inneren Wort", Auswahl aus Johannes
Tennhardt, u.a., Lorber-Verlag).
**) In manchen Fällen können jedoch auch Menschen mit echten inspirativen
Fähigkeiten zeitweise in Zustände geraten, die bekannten psychischen
Störungen ähneln - etwa mit einem zwanghaft fortgesetzten Fluß der inneren
Dialoge, und einer anhaltenden Unfähigkeit, mit irdischen Notwendigkeiten
umzugehen. Zur möglichsten Vermeidung solcher Exzesse könnte neben den obigen
Gesichtspunkten auf folgende äußere Voraussetzungen geachtet werden: genügend
Schlaf; genügend B-vitaminreiche Ernährung,
z.B. mit genügend B-Vitaminen - d.h. Vorsicht mit Fasten usw. in diesem
Zusammenhang, wenn damit keine ausreichende Erfahrung vorliegt; klare
Einstellung auf die erwünschte Quelle, d.h. auf Christus beibehalten; keine
allzulangen Sitzungen, die Gelegenheit zum Abschweifen und zum
"Überdrehen" bieten würden; genügend Bemühungen, außerhalb der
intensiveren inneren Erlebnisse auch wieder in der irdischen Gegenwart
anzukommen. Helfer, geistliche Begleiter, Therapeuten u. dgl. können sich in
solchen Fällen oft nur dann wirklich zweckdienlich verhalten, wenn sie
spezifische Erfahrungen / Kenntnisse haben, wozu gehört, nicht nur die momentan
gestörte Verfassung, sondern auch das ungestörte Grundphänomen ernst zu
nehmen.
.
Ergänzungen in b/matthaeusapokalypse
Nachtrag:
darauf wurden inzwischen auch Leute wie die "Zeugen Jehovas"
aufmerksam, was hier ohne die in den Medien üblichen Seitenhiebe gegen diese
Gruppe festgestellt wird, da es sehr detailliert begründet wurde, und weil sich
die großen Kirchen mit solchen durchaus bedenkenswerten Fragen so gut wie nicht
beschäftigen. Aber es wurde übers Ziel hinausgeschossen, wenn davon
ausgegangen wurde, auch alles weitere in diesen Passagen beziehe sich auf die
Römer.
Ebenfalls die Entwicklung zu
einer neuen Zeit betrifft Mt. 13:30 mit Mt. 13:36-43.
.
(Neu) themen/gemeinde.htm :Wozu brauche ich eine Kirche oder Gemeinschaft ?
... ein spezifisch irdischer Weg zur Einheit
.
In
"Eine christliche Haltung..." Ergänzungen u.a.:
... ein Weg, der
zum vollen Leben und zu wirklicher geistiger
Freiheit in Gott führt.
.
Ergänzungen in "themen/gebet.htm", Fußnote ***
S.a. Markus 12:30 " ... du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften”, vgl. 5. Mose 6,4.5). Zum Gebet gehört der tief empfundene Glaube an die Verwirklichung im Sinne Gottes und der entsprechende Dank. Joh. 16:23 "Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben" enthielt ursprünglich auch "... lasst die Antwort euch umgeben" (vgl. Neil Douglas-Klotz: Prayers of the Cosmos. Meditations on the Aramaic Words of Jesus.). Gebet und ein Leben und Handeln im gleichen Geist gehören zusammen, Beides stützt sich gegenseitig. (...) Gott kann die Liebe austeilen, die ihm gegeben wird, in welcher Kirche auch immer. Gott kann die Liebe austeilen, die ihm gegeben wird. Die hier gegebenen teils neuartigen Anregungen stellen keinen Gegensatz dar zu der vielgestaltigen Gebetspraxis in den Kirchen usw.
-Vgl. Mt 5:9 und 26:52. Siehe auch Kirchenerklärung.
.
In themen/ethik.htm "Grundlagen ethischer Werte" Ergänzungen:
. *) Hieran (Umgang der Geschlechter miteinander) wurden von den verschiedenen Religionen besonders viele unterschiedliche Details angeknüpft. Dies könnte das Verständnis dafür wecken, daß eben nicht mehr für Alle dieselben Einzelheiten richtig sein müssen. Auch wurde früher für heutige Zwecke oft nicht genügend unterschieden zwischen religiösen Prinzipien und detaillierten weltlichen Gesetzen; das heißt aber nicht, daß es erstrebenswert wäre, wenn Glaube und Gesetze immer größere inhaltliche Gegensätze zeigen.
(Balken im Auge) Matth.7,1-5
(Gal. 6,7; 2.Kor. 9,6)
Pfennig" (Luk. 12,59)
(Erweiterung)
Das Individuum ist für seinen Anteil am Geschehen verantwortlich, und kann diesen Anteil auch nicht mit Verfehlungen Anderer aufrechnen. Nicht immer ist eine so einseitige Schuldzuweisung korrekt, wie sie bei Rechtsstreitigkeiten oft üblich ist. ...
Besonders eine formalistische und pauschale juristische Praxis, die die einzelnen Taten und ihre Motive nicht ausreichend berücksichtigen würde, wäre kritisch zu sehen, denn sie entspränge jener von Jesus auf Schärfste abgelehnten Denkweise einiger damaliger Pharisäer bzw. Sadduzäer.(Änderung nach der Tabelle bei 1.)
Islam (statt Koran)
Schon
nach der Sintflut - also vor den o.g. 10 Geboten - gab es entsprechend der
biblischen Überlieferung einige grundlegende ethische Anforderungen an die
gesamte neue Menschheit zu deren Erhaltung, also über die späteren Israeliten
hinaus:
- Das Leben zu achten bzw. nicht zu morden ("denn Gott hat den Menschen
nach seinem Bild gemacht": Gen 9:6) und nicht das Fleisch noch lebender
Tiere zu essen. Im rabbinischen Judentum wurden später 7 "Noachische
Gebote" für Nichtjuden abgeleitet, wobei es unterschiedliche Lesarten
gab:
das Verbot zu morden; das Verbot, grausam zu Tieren sein; das Verbot zu rauben;
das Verbot des Ehebruchs bzw. der Unzucht; das Verbot des Götzendienstes (d.h.
Nichtjuden mußten nach dieser Vorstellung zwar Gott nicht auf die Weise wie die
Juden anbeten, aber sie sollten, da es nur einen Gott gibt, auch keine
konkurrierenden Gottheiten annehmen); das Verbot der Gotteslästerung;
das Gebot einer Rechtsordnung mit Gerichten.
(Zusatz bei 4.):
(Hier gibt es auch einen fließenden
Übergang vom reinen Aufarbeiten des Bisherigen in freie, hilfreiche Werke, und
dann wird es relativ, 'wer sät und wer erntet', vgl. z.B. Joh. 4,37.) Dabei
gilt entsprechend Mt 7,20-21: "...an ihren Früchten sollt ihr sie
erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das
Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel".
Manche kirchliche Kreise betonen in ihrer allgemeinen
Informationsarbeit noch heute allzu einseitig die individuelle Moral, vor allem
sexualmoralische Themen, während die oft viel verhängnisvolleren Verfehlungen
von machtorientierten Politikern, Verantwortungslosen unter den
Wirtschaftsführern, oder gekauften Wissenschaftlern von ihnen weniger
bearbeitet wurden.
Ergänzungen in "themen/Richtigstellung...":
2.
Weitere Autoren schlossen sich den erwähnten Spekulationen über Jesus an, mit
vielen Details über die jüdische Geschichte, aber ohne daß sich die besagten
Widersprüche auflösen ließen. Indem in einem Teil dieser Literatur auch die
Auferstehung Jesu reduziert wurde auf ein historisch ertastbares äußerliches
Auferstehungs-Ritual der späten Ägypter und evtl. der Essener und darauf
aufbauender Traditionen, wird darin den Lesern gerade das Erneuernde
vorenthalten, was Jesus in diesem Zusammenhang gebracht hat. Dabei wäre es gar
kein Verlust für die dort dargestellten Zusammenhänge zwischen historischen
Gruppierungen wie Essenern und Tempelrittern, wenn auf dieses
Anti-Auferstehungs-Dogma verzichtet würde. Der nur mystisch nachvollziehbare
Teil dessen, was Jesus vollbrachte, ging schon in frühchristlicher Zeit über
das Verständnis einiger judenchristlicher und gnostischer Gemeinschaften
hinaus, und somit ist es nutzlos, mit deren Auffassung beweisen zu wollen, daß
das, was sie verstanden hatten, schon alles gewesen sei. Andere hatten andere
Teile der Wahrheit verstanden, was sowohl die vielen frühen Christen zeigen,
die an eine umfassenderen Bedeutung der Auferstehung glaubten; als auch Jene,
die die diesbezügliche Streitschrift des Philippus-Evangeliums
benutzten. Der sich hervorragend zum Buhmann eignende Paulus war keineswegs die
einzige Quelle derjenigen Traditionen, die an der spirituell wie materiell
verwandelnden Auferstehung
festhielten. Menschen, die dem in der Kirchengeschichte breit akzeptierten
Überlieferungsstand noch eine gewisse Achtung entgegenbringen, können der
Wahrheit eher näher kommen, als Jene, die leichtfertig alles wegerklären, was
ihnen nicht ins Konzept passt.
Wo solche Aktivitäten in eine ständige Verunglimpfung von Jesus Christus
ausarten, kann das auch geistige Folgen haben, die über eine rein menschliche
Angelegenheit hinausgehen.
3. Auch über mehrere angebliche "Gräber mit Gebeinen Jesu" wurde
spekuliert, mehrere in Israel und anderswo. In einem Umfeld im Nahem Osten, wo
Grabräuber beteiligt sind - z.B. ist von den aufgefundenen Knochenbehältern
eines solchen Grabes einer "verschollen" -; und wo tausende solcher
Behälter in Museen gelagert sind und wo etwaige Knochen entfernt und zur
Wiederbestattung weitergegeben wurden, usw., ist es fast unmöglich,
zuverlässige Erkenntnisse über die Personen zu gewinnen. Da beweisen auch
entsprechende eingeritzte häufige Namen nichts. Auch die
Wahrscheinlichkeitsrechnung kann keine Ähnlichkeiten zwischen Namen in
verschiedenen Familien ausschließen.
Eine ganzheitliche historische Forschung würde nicht von der Voraussetzung
ausgehen, daß es die Auferstehung im überlieferten Sinn nicht gegeben haben
könne. Auch entspräche es eher dem heute möglichen Stand der Erkenntnis,
Prophetie, die auf Jesus bezogen werden kann, nicht nur als eine Quelle
subjektiver Hoffnungen Jesu vor 2000 Jahren zu verstehen; sondern in Betracht zu
ziehen, daß sie auf etwas ganz Reales hinweisen kann, was teilweise noch der
Ergründung harrt, bis es geschehen sein wird.
* 4. Es gibt noch eine Reihe weiterer solcher Spekulationen über Jesus, die zu
jeweils unterschiedlichen Ergebnissen führten. Z.B.
eine These, Jesus sei ein Anhänger der kynischen Philosophieschule
Griechenlands gewesen... S.a. ein update
zu Maria Magdalena. Darüber hinaus wollten Andere Jesus sogar mit Moses
gleichsetzen; oder mit einem ägyptischen Pharao; oder mit Julius Cäsar; oder
mit einem militanten byzantinischen Kaiser. Womit auch schon offensichtlich
ist, daß da Vieles nicht stimmen kann...
** Es fällt auch auf, daß in solchen Büchern die Tatsache nicht erwähnt
wird, daß in Qumran auch besonders alte Evangelientexte aus dem 1. Jahrhundert
gefunden wurden, deren Vergleich mit den heutigen Texten zeigt, daß sie recht
originalgetreu weitergegeben wurden.
.
In "themen/ewigesleben.htm" Änderung & Einfügungen:
Dieses Wissen könnte viel dazu beitragen, sich während des Lebens mit bleibenden Werten im eigenen Inneren zu befassen, was z.B. die Bibel schon immer nahelegte.
Wer vorwiegend destruktiv,
selbstsüchtig und habgierig gelebt hat, wird aufgrund dieses Ballasts Probleme
bekommen, und sich über Versäumtes ärgern. Wer stattdessen eher
rücksichtsvoll mit den Mitmenschen umging, und lernte, die Schöpfung wie einen
Teil von sich selbst zu schätzen und hilfreich zu sein, wird aufgrund dieses
lichteren Charakters gute Erfahrungen machen.
(in Web extra nicht gesondert enth.)
Das Ewige Leben im christlichen Sinne, als eine
Verheißung an die "Gerechten" (z.B. Mt. 25:46) bzw. an die,
die Jesus nachfolgen (z.B. Lk. 18:29-30), und die an Christus glauben (z.B.
Joh. 3) hat nicht unbedingt allein eine "jenseitige" Bedeutung.
Aus dem heraus, was in uns mit Christus "dem Himmel" ähnlich geworden
ist, verändert sich auch das Leben in der "zukünftigen Welt",
die in solchen Bibelstellen auch erwähnt ist.
.
In „themen/schicksal.htm" : Das Christentum und sein Verhältnis zu anderen Lehren über Karma und Reinkarnation: Ergänzungen:
Beim
"Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt" (Joh. 1:29) geht es
nicht allein um Sünden im engeren Sinne als begangene Untaten, oder
Sündhaftigkeit als die Neigung dazu. Sondern schon das Wort Sünde - von Sund =
Getrenntes - gibt recht gut wieder, um was es geht, nämlich um alles, was dazu
neigt, den Menschen von Gott zu trennen. Darunter fallen ganauso auch erlittene
Untaten bzw. Leiden.
Siehe auch Matth. 16,13-14 and 17,12-13, and Joh. 9,2.
**) Diese
Lehre wurde später von der Kirche als Irrlehre bezeichnet; und ab ca. 538 wurde
gegen einen ewigen individuellen Menschengeist argumentiert. Aber
vermeintliche "Konzilsbeschlüsse" gegen Reinkarnation von 553 waren
in Wirklichkeit ein Produkt einer handverlesenen Versammlung, die der Kaiser
Justinian einberief, und die der Papst, zu der Zeit in der gleichen Stadt
befindlich, offenbar boykottierte. Er unterschrieb auch hinterher nur
Beschlüsse zu anderen Themen, nicht aber diesen. Der Ursprung dieser
Auseinandersetzung war die Lehre der nordafrikanischen "Monophysiten"
- denen die Frau des Kaisers angehörte -, die die reine Auferstehung des
Fleisches vertraten, und die Lehre des Origenes ablehnten, wonach sich Christus
als himmlisches Wesen mit einem menschlichen Körper verbunden hatte: geradezu
ein Musterbeispiel, wie der menschliche Verstand Gegensätze aufstellen kann,
die in Wirklichkeit gar keine Gegensätze sein müssen.
Hl. Augustinus, (354-430) "Confessiones": "...habe ich nicht
schon in einem anderen Körper gelebt, ehe ich in dem Leib meiner Mutter
wurde?"; Bischof Gregorius von Nyssa (351-394): "Es ist eine
natürliche Notwendigkeit für die unsterbliche Seele, geheilt und gereinigt zu
werden, und dies vollzieht sich, wenn es nicht im gegenwärtigen Erdenleben
geschah, in den darauffolgenden künftigen Existenzen"; Bischof Synesius
von Ptolemais (370-415): "Die Seele, die nicht unmittelbar in die
himmlischen Reiche zurückkehrt, muß viele Leben durchschreiten".
Neuerdings gibt es auch im
theologischen Bereich eine Diskussion über Reinkarnation als eine Möglichkeit
im Christentum (s. der reformierte Theologe Till Mohr in der Zeitschrift
Publik-Forum 18/ 2010). Dabei wurden in unnötig polarisierender Weise
Reinkarnation und die "Auferstehung des Fleisches" als
"Gegensätze" dargestellt, d.h. daß es nicht beides geben könne;
indem die Bibel einseitig ausgewertet wurde (z.B. eher 1. Kor. 15:50
statt 1. Kor. 15:53).
.
(neu) themen/ernährung.htm : Jesus Christus und Ernährungsfragen; &Ergänzungen:
(Die
praktisch verschwundenen - nämlich später weitgehend islamisierten -
judenchristlichen Gemeinschaften waren ein echter und wichtiger Teil der frühen
Christenheit, auch wenn sie sich in manchen Anschauungen wie in obigem Beispiel
von den übrigen sich entwickelnden Kirchen unterschieden.)
In noch höherem Maß als die biblischen Ernährungsgesichtspunkte ist das
religiöse Fasten in der Reinigung des Körpers begründet, wodurch die
Offenheit für tiefere seelische, geistliche Erfahrungen steigt. Dies war zwar
besonders in der katholischen Kirche verankert - an Freitagen, mit Bezug auf den
Karfreitag, und in der Fastenzeit zwischen "Fastnacht" und Ostern.
Aber auch außerhalb dieser Kirche ist, nachdem es lange Zeit nicht mehr
besonders ernst genommen wurde, die Bedeutung des Fastens wieder gestiegen.
Über die Ernährung hinaus wird dabei auch auf andere Weise freiwillig die
Fähigkeit zu Entbehrungen praktiziert. Auch wird daran gedacht, daß viele
Menschen in der Welt Hunger leiden. Wie tief das alles gehen kann, zeigt die
schon von mittelalterlichen Mystikern bis in die Neuzeit beobachtete
Nahrungslosigkeit - "inedia", über einige Wochen Fasten weit hinaus.
Dies kommt sowohl auf christlichem Hintergrund, als auch auf anderen
Hintergründen vor, - heute von Manchen "Lichtnahrung" genannt - und
deutet an, daß der Geist die Materie viel stärker beherrschen kann, als dies
wissenschaftlich bisher verstanden wäre. (Es setzt voraus, daß der/ die
Betreffende sich darin von Gott "geführt" weiß, bzw. sachkundig
begleitet wird, um Gefahren zu umgehen. Dies ist nicht als Empfehlung zu
verstehen, jenen Weg zu beschreiten.)
Im übrigen sind auch Tiere, biblisch gesehen, von Gott geschaffene Lebewesen,
Mitgeschöpfe; also keine beliebig behandelbaren "Sachen", als die sie
z.T. heute noch behandelt werden (durch Tierschutzgesetze eingeschränkt).
.
(neu) themen/alkohol.htm
(neu)themen/heilung.htm : Jesus Christus und Heilung - auch heute;
Ergänzungen:News:
In Deutschland erleichterte das Bundesverfassungsgericht am 2.3.2004 die
Heilertätigkeit ohne Heilpraktikerprüfung: Voraussetzung ist, daß ein/e
Heiler/in die Patienten vor Beginn der Heilungstätigkeit darauf hinweist, daß
geistiges Heilen nicht die Tätigkeit eines Arztes ersetzt - z.B. durch ein
Merkblatt oder einen gut sichtbaren Aushang im Behandlungszimmer. In der
Urteilsbegründung heißt es u.a.: "Ein Heiler, der spirituell wirkt und
den religiösen Riten näher steht als die Medizin, weckt im Allgemeinen die
Erwartung auf heilkundlichen Beistand schon gar nicht." ... "...
dürften ganz andersartige, ergänzende Vorgehensweisen, wie beispielsweise die
Krankensalbung, das Segnen oder das gemeinsame Gebet wohl kaum den Eindruck
erwecken, es handle sich um Ersatz für medizinische Betreuung." ...
"Die Forderung an den Beschwerdeführer, eine Heilpraktikerprüfung
abzulegen, ist unangemessen, weil eine solche Prüfung mit der Tätigkeit, die
der Beschwerdeführer auszuüben beabsichtigt, kaum noch in einem erkennbaren
Zusammenhang steht. Die in der Heilpraktiker-Prüfung geforderten Kenntnisse in
Anatomie, Physiologie, Pathologie sowie Diagnostik und Therapie kann er
sämtlich bei seiner Tätigkeit nicht verwerten." (AZ: 1 BvR 784/03). Wer
in seiner Tätigkeit von solchen Arten des Heilens deutlich abweicht, sollte
sich z.B. vom u.g. DGH beraten lassen.
Wer Honorare oder Spenden zu nehmen pflegt, muß die Heilertätigkeit beim
örtlichen Gewerbeamt als Gewerbe anmelden, und es wird Gewerbesteuer fällig;
bei Einnahmen über 17500,-- EUR pro Jahr auch Umsatz-/ Mehrwertsteuer (Stand
2006). Die neue Lage gilt zunächst für Inländer; Ausländer in Deutschland
müssen das Ausländerrecht beachten.
Ärzte und Heilpraktiker, die mit Heilern zusammenarbeiten möchten, brauchen
jetzt diese nicht mehr anstellen und beaufsichtigen (dürfen dies aber
weiterhin). Da jetzt geistige Heilung eindeutig als nichtmedizinische Handlung
gilt, dürfen Ärzte und Heilpraktiker Patienten offiziell auf die ergänzenden
Möglichkeiten spiritueller, christlicher Heiler hinweisen und sogar solche
empfehlen. (DGH-Info 2/2004)
Ausgesprochene Diagnosen stellen oder Heilmittel verordnen dürfen wie bisher
nur Ärzte oder Heilpraktiker.
Selbst wer professionell Ernährungsratschläge geben will, tut nach der
diesbezüglich noch etwas bürokratischen deutschen Rechtslage gut daran, statt
einer ärztlichen oder Heilpraktiker- zumindest eine
Diätassistenten/innen-Ausbildung oder eine Gesundheitsberater-Prüfung
zu haben; und zumindest als Nichtarzt und Nichtheilpraktiker Lebensmittel nicht
direkt als Heilmittel für bestimmte Krankheiten des Patienten zu empfehlen.
Unabhängig von rechtlichen
Fragen tut der Heilungssuchende selbst gut daran, auch eigene Bemühungen wie
eine -gesunde- Ernährung bzw. Diät oder Krankengymnastik, und soweit möglich
genügend Schlaf zusätzlich zu beachten; und zu beten.
Ein Beispiel eines
christlichen Heilers ist Daniel Hari (Verfasser des Buches: Heilen wie Jesus,
Verlag Urs-Heinz Nägeli / Schweiz.)
Innerhalb einer noch im
Aufbau befindlichen "Internationalen Vermittlungsstelle für herausragende
Heiler" entsteht zur Zeit ein “Christliches
Heiler-Netzwerk” (CHN). Geleitet wird es von Kirchenrat Pfarrer Bernhard
Wolf, dem Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Weltanschauungsbeauftragten der
evangelischen Landeskirchen in Deutschland; an der Universität Bayreuth leitet
er ein Forschungszentrum für neue religiöse Strömungen.
.
Fußnote zu "Naturwissenschaft und Gottesglaube"
(Ein solcher Erkenntnisstand wurde noch nicht überall da erreicht, wo Wissenschaftler und Theologen miteinander diskutiert haben. Wer einen Eindruck vom Stand dieser Diskussionen gewinnen will, kann ein Gespräch zwischen Gerhard Börner und Hans Küng in der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" vom April 2006 nachlesen.)
In der
katholischen Kirche gibt es die Enzyklika "Fides et Ratio" (Glaube und
Verstand/ Vernunft) von 1998, und Papst Benedikt XVI hat das Thema in seiner
Regensburger Rede 2006 mit aufgegriffen: Glaube ohne Vernunft und Vernunft ohne
Glaube seien jeweils nichts wert, weil sie den Menschen in seiner Ganzheit
verfehlen. Michael Springer argumentiert dem gegenüber in "Spektrum der
Wissenschaft" Januar 2007, nicht jede Wissenslücke müsse automatisch auf
rational nicht Erklärbares bzw. auf Gott verweisen - worum es übrigens z.B.
uns weniger geht, es geht um ganz konkrete Schlußfolgerungen, s.o. Er gibt aber
zu, daß der Glaube, daß die Wissenschaft eines Tages die großen Lücken
erklären könnte, eben auch ein bloßer Glaube ist. Der Stand ist, daß hier
heute schon ziemliche Mühe aufgewandt werden mußte, überhaupt die
Möglichkeit für den einzelnen Wissenschaftler offenzuhalten, noch nicht an
Gott glauben zu müssen (was nicht unbedingt atheistisch sein muß, sondern
agnostisch sein kann, d.h. fehlender Glaube ohne endgültige Festlegung, daß es
keinen Gott gibt.) Auch eine andere neue Auffassung, die den Gottesglauben
immerhin als eine Leistung zur ethischen Absicherung materieller Kultur
anerkannte, genügt alleine für sich nicht den obigen Gesichtspunkten.
.
(neu) themen/wirtschaft.htm : Christliche Gesichtspunkte für Wirtschaft und soziale Fragen;
Korrektur: (statt Matth. 23,23)
22,21Ergänzung:
Die Hilfswilligkeit im Sinne von Jesus beruht jedoch auf freiwilligen
Entscheidungen; es ist nicht möglich, daraus unmittelbar
Zwangsumverteilungskonzepte abzuleiten. Es gelten auch nach wie vor die Gebote 9
und 10 "Du sollst nicht begehren ... was dein Nächster hat." Auch bei
allem Bemühen, die soziale Lage Vieler zu bessern, bleiben die
unterschiedlichen Schicksale in Gottes Hand.
Erweiterung v. 29.4.:
Es kommt dann z.B. darauf an, ob das Geld oder der Besitz Selbstzweck ist, oder für etwas Sinnvolles eingesetzt wird - Matth. 6,24 spricht von der Unmöglichkeit, Gott und dem Mammon gleichzeitig zu dienen.
Ergänzungen:
Aus dem Islam ist das Verbot des
Zinses bekannt. Aber Juden und Christen könnten in der Bibel ähnliche
Ratschläge finden (im Alten Testament selbst sind es Verbote):
Hesekiel 18:8 und 9: "Der nicht wuchert, der nicht (andere
Übersetzung: überhöhten) Zins nimmt, der seine Hand vom Unrechten kehrt, der
zwischen den Leuten recht urteilt; der nach meinen Rechten wandelt und meine
Gebote hält, daß er ernstlich darnach tue: das ist ein frommer Mann, der soll
das Leben haben, spricht der HERR HERR."
S.a. Esra 7:24 (Zins-, Zoll- und Steuerverbote gegenüber bestimmten
Berufen);
Sprüche 28:8 wurde manchmal auf die bequeme Art so ausgelegt, der Umgang
mit dem durch Zinsen erworbenen Geld sei letztlich gleichgültig, weil das Geld
über die Reichen ohnehin wieder den Armen zugute komme. Wo heute Geld vielfach
gerade entgegen der Interessen der Armen bzw. des Gemeinwohls eingesetzt wird,
sind jedoch die Voraussetzungen des Verses nicht erfüllt. Um die Werteordnung
in diesem Vers zu erfüllen, kommt es daher gerade darauf an, wofür das Geld
verwendet wird.
Im Neuen Testament siehe betr. Zins auch Mt. 23:23 und Mt. 17:24.
Für diese Ausarbeitung interessiert am meisten, was auch dann noch als
nachdenkenswert erscheint, wenn der Bezugsrahmen, in dem das Alte Testament
entstanden ist, verlassen wird. Daher wird hier auf Deuteronomium 23,20
nicht näher eingegangen.
Ergänzungen in
themen/gesellschaft.htm : (neu) Christliche Gesichtspunkte für Gesellschaft und
Politik:
Mt. 7:3-5 "...zieh zuerst den Balken aus
deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge
ziehst" stellt offensichtlich keine Anleitung dar, den Einzelnen
völlig auf die subjektive Befassung mit den eigenen Schwächen zu begrenzen -
welchen Eindruck einige christliche Kreise hinterlassen könnten. Es soll nur
zur Lebenspraxis werden, stets bei sich anzufangen - um dann umso freier,
nämlich ohne eigene Probleme Anderen zuzuschreiben, diese zu ermahnen bzw. zu
kritisieren, wo es nötig scheint. Dies wiederum kann sich sowohl auf den
persönlichen Umkreis als auch auf Politiker beziehen.
So kann ein christliches Engagement
auch ein eigenständiges Denken erfordern, das über einseitige "links-
/rechts" Denkmuster hinausgeht.
.
themen/philosophie.htm : Religion und Philosophie Kommentar zu Habermas' Rede "Glaube und Wissen"
***) Anmerkung: Habermas und weitere philosophische Richtungen:
Jürgen
Habermas gehörte neben Theodor
W. Adorno und Herbert Marcuse zur "Frankfurter Schule", die
mit ihrer "kritischen Theorie" die Studentenbewegung von 1968
erheblich beeinflußte, und damals abgewandelte neomarxistische, aufklärerische
und atheistische Denkweisen einbezog.
Aus einer konservativen philosophischen und theologischen Sicht hat besonders Günter
Rohrmoser seit 1969 die Theorie und Praxis der 1968er-Bewegung kritisiert.
Er sah deren 'Utopie' als Ersatzreligion (und damit als Konkurrenz zur
kirchlichen 'Heilslehre / Eschatologie'), und versuchte dem gegenüber z.B. die
alte Lehre des Augustinus von "Zwei (gottgewollten) Reichen" -
Religion und Staat - zu retten.
Sowohl Vertreter der Frankfurter Schule als auch deren konservativ-christliche
und wirtschaftsliberale Gegner waren und sind teils heute noch groß darin,
einseitig alle Argumente aufzulisten, die so gegen die jeweils Anderen zu
sprechen scheinen, bzw. die überhaupt die "Gegenseite" fälschlich
als einheitlichen Block darzustellen gestatten. So haben die einen die Chance
versäumt, differenziert danach zu suchen, was von der traditionellen
Werteordnung erhaltungswürdig ist; und die Anderen versäumten, differenziert
darauf hinzuschauen, was an den neuen sozialen Bewegungen jenseits ideologischer
Verzerrungen das berechtigte - gegen formalistische Autoritätsgläubigkeit
gerichtete - Motiv war. Allerdings haben viele Menschen in Deutschland und
anderswo seither einige Fortschritte in dieser Diskussion gemacht, weil sie
nicht mehr bereit waren, sich in die alten "Frontlinien" von 1968
hineinpressen zu lassen. In der Forschung ist dieser Fortschritt allerdings noch
nicht ausreichend nachvollzogen - da gibt es immer noch Bücher, wo der Gegner
für alles Übel in der Welt verantwortlich gemacht wird, und wo das Handeln der
eigenen Freunde fleckenlos erscheint.
Zum
"Kreationismus", besonders im englischsprachigen Raum verbreitet:
unsere Seite vertritt keine Art von -"ismus". Die Schöpfung der Welt
und des Menschen läßt allerdings tatsächlich statt des reinen Zufallsprinzips
göttliche Weisheit erahnen. S. auch unsere Seite "Naturwissenschaft und
Gottesglaube". Auch Zweifel an manchen nicht gesicherten
archäologischen bzw. erdgeschichtlichen Zeitangaben sind zulässig. Aber
Diejenigen, die obendrein die "7 Schöpfungstage" in der Genesis
als 7 Tage im heutigen Sinn mit 24 Stunden verstanden haben, sollten dies als
eine Interpretation erkennen: damit sollte der Glaube nicht stehen oder fallen.
Die heutigen Tage setzen die fertig entstandene bzw. geschaffene Erde samt ihrer
heutigen Drehung voraus, was es ja am Anfang alles nicht gab. Schon in der Bibel
selbst wird festgestellt "für Gott sind tausend Jahre wie ein Tag".
Die 7 Tage dürften sehr wohl etwas Reales bedeuten, aber
"Zeiträume", "Schöpfungszyklen" mit nicht näher genannter
Dauer. Ausgerechnet die umfangreichsten Schöpfungsprozesse als die kürzesten
anzusehen, dürfte angesichts neuer Entdeckungen bald ebenso wenig haltbar sein,
wie viele bisherige archäologische Vorstellungen. In der Bibel genügend
angedeutet ist, daß sich Gott schon vor Mose Menschen wie Henoch und Noah
offenbaren konnte. Unsere heutige Schöpfungsgeschichte dürfte auf eine alte
mündliche, später schriftliche Überlieferung aus solchen - echten -
Ursprüngen zurückreichen, von der sich Teile auch in anderen Kulturen erhalten
haben. In der Forschung bekannt sind z.B. einige auffällige Ähnlichkeiten mit
dem sumerischen Gilgamesch-Epos. Das heißt nicht, daß die Genesis dort
abgeschrieben sein müßte. Aber es erinnert daran, daß Abraham aus
Mesopotamien stammte.
**) Dies könnte als eine spezielle Form eines pan-en-theistischen Ansatzes
("Gott ist auch in seiner Schöpfung wiederzufinden") gesehen
werden - nicht zu verwechseln mit Pantheismus ("Gott ist alles"). Die
direkteste Beziehung Gottes zur Schöpfung kommt hier jedoch mit Hilfe des
Menschen zustande (vgl. auch Joh. 14:21, 14:23, 15). Und selbst diese kommt erst
in dem Maße praktisch zur Geltung, in dem der Mensch dessen immer bewusster
wird, und er Christus immer verwandter wird. Auch die Freude an der Schöpfung
kann zu Gott führen; aber bei einer solchen Schöpfungsmystik sind stattdessen
auch erhebliche Abwege möglich, wo Gott nur noch ein Wort für die eigenen
materiellen Angelegenheiten und Wünsche wäre.
****) Die angelegten Möglichkeiten
der Bewusstseinsentwicklung werden auf Grund der Schritte im Leben Jesu in
unserem Haupttext Teil 1 herausgearbeitet. Der Mensch kann heute bewusst
- im Unterschied zu einer früheren, mehr instinktähnlichen Weise - z.B.
lernen, die Zusammenhänge mit seinem Umkreis und der Umwelt sowie der Erde
wieder stärker zu erkennen. Er kann dabei auch zu einem "vernetzten
Denken" finden (ein Begriff, der auf anderer Grundlage von Frederic
Vester benutzt wurde), bzw. "multifaktoriellen Denken" (von Döring
benutzter Begriff für das Studium komplizierter ökologischer Zusammenhänge
statt des dafür unbrauchbaren alten "linearen" bzw.
"monokausalen" Denkens = "1 Ursache →
1 Wirkung". S.a. unsere Seite "Bewusstsein, Gehirnforschung und
freier Wille"; sowie die Seiten "Grundlagen ethischer
Werte", "Christliche Gesichtspunkte für Wirtschaft und soziale
Fragen", "Allgemeine christliche Gesichtspunkte für
Gesellschaft und Politik", "Christentum und
Philosophie..."
(neu) themen/ungeborenesleben.htm
.
(neu) b/segen.htm
.
In themen/altestestament.htm, Ergänzungen:
Das Alte Testament, die jüdische Religion und Jesus Christus...
Diese zusätzliche Seite ist ein Beitrag zum besseren Verstehen des Alten Testamentes und zum interreligiösen Dialog. Damit ist nicht der Anspruch verbunden, die alttestamentarischen Schriften ähnlich ausführlich zu behandeln, wie dieses Webprojekt etwa die Evangelien und die Apostelgeschte (Pfingstereignis) behandelt
. Dennoch können später erweiterte Beiträge zu diesem gemeinsamen Erbe von Juden und Christen erscheinen. (...)Die jüdische Religion (Judaismus) hat nach der hebräischen Bibel einige weitere Schriften hervorgebracht, wie die Rechtsgrundlagen (Mischna) und Kommentare (Gemara) des Talmud - in den Fassungen von Babylon und Jerusalem -.
Wo entsprechende Teile des Judentums erstreben, die 613 Gesetze (Halacha) formalistisch anzuwenden - statt eine Situation unter Beachtung der Liebe Gottes vorurteilslos anzuschauen -, gibt es schwere Probleme. Ähnliche Probleme können z.B. bei einer schematischen Anwendung des Kirchenrechts (und selbst des weltlichen Rechts) entstehen.... Es ist ein Phänomen in vielen Religionen, daß Menschen, deren Spiritualität verflacht war, und die z.B. voll von Haß waren, nur wenig für die korrigierenden Worte von Propheten offen waren.
Zu den Gottesbildern
„Christos" ist schon in der Septuaginta, der von Juden für Juden im 3./2. Jahrhundert vor Chr. angefertigten Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische, das Wort für „Meschiach", den prophezeiten Messias. Dies ist somit keine Erfindung des Paulus, wie einige moderne Schriftsteller glaubten. Die Schriftrollen von den Höhlen im Umkreis des Toten Meeres (Qumran) zeigen, daß tiefgläubige Juden gerade in den Jahrzehnten/ Jahrhunderten vor Chr. ein messianisches Friedensreich erwarteten, wie es in Jesaja 11 beschrieben ist. Aber schon damals gab es unterschiedliche Auslegungen über das Wesen des Messias – wie auch die Jünger Jesu es recht schwer hatten zu verstehen, daß es bei dem angesagten neuen „Königreich" nicht um eine äußerliche nationale Revolte gegen die Römer ging, sondern um eine spirituelle, alles verwandelnde Entwicklung, ein „Reich des Himmels".
Die Gemeinschaft von Qumran
wird oft zu den strenggläubigen, spirituellen Essenern gerechnet, der dritten
grundlegenden Schule des damaligen Judentums neben den Pharisäern und
Sadduzäern. Genau genommen handelte es sich eher um eine den Essenern
nahestehende, unabhängige Gemeinschaft, die zu den anderen Strömungen im
damaligen Judentum gute Kontakte hatte, neben den friedlichen Essenern auch zu
den ebenfalls eigenständigen militanten „Zeloten", und zu den
Pharisäern in Jerusalem (letztere vertrauten dieser Gemeinschaft in der Not
selbst die Aufzeichnungen über den Tempelschatz an; offenbar galten sie trotz
unterschiedlicher Ansichten als absolut vertrauenswürdig). Die „Gemeinderegel"
1QS enthielt Angaben über die Messiaserwartung. Es wurden sogar 2 Messiase bzw.
2 Abstammungslinien eines solchen erwarteten Messias erwähnt, die nach
dem damaligen Recht auf Jesus zutreffen könnten: durch Joseph aus dem Hause
David und durch Maria aus dem priesterlichen Linie von Aaron (Dies erwähnt z.B.
auch Carsten Peter Thiede, der im Auftrag der israelischen
Antikenbehörde mit diesen Schriftrollen befaßt ist).
Die Prophezeiung aus Micha 5,1, wonach der Messias aus Bethlehem stamme,
scheint in diesen Kreisen, die die Messiaserwartung pflegten, keine Bedeutung
gehabt zu haben. Dennoch bezieht sich z.B. der Evangelist Matthäus darauf. Von
Manchen wurde dies leichtfertig als seine Erfindung betrachtet, da Jesus aus
Nazareth stamme.
Hier
noch eine Anmerkung zu älteren Prophetien: Es hilft wenig, die
Johannesapokalypse in der Ausdeutung zu vermischen mit der Prophetie des Alten
Testamentes. Auch wenn an einigen Stellen verwandte Bilder verwendet werden,
müßten die Aussagen der alten Propheten erst einmal mit den geschichtlichen
Ereignissen der vorchristlichen Zeit und entsprechenden Zeittafeln verglichen
werden. Dann zeigt sich nämlich, daß diese Propheten fast ausnahmslos von
damals bevorstehenden Ereignissen in vorchristlicher Zeit und in der Zeit
Christi sprachen: z.B. der babylonischen Gefangenschaft und der damaligen
Rückkehr der Juden, sowie den nachfolgenden Kriegen im Land, einem damaligen
Sieg der Juden, usw.; auch vom Kommen des Messias bzw. Christus (zum Messias
vgl. die Seite über das Alte Testament). Nur an ganz wenigen Stellen
schimmert zusätzlich etwas durch, was auf unsere Zeit bzw. auf das in der
Johannesoffenbarung Geschilderte hindeutet (z.B. Jesaja 24; 25; 27; 66:15;
Daniel 7:9-28).
Übereinstimmungen
zwischen jüdischen und christlichen Theologen betreffend Jesus.
Viele moderne jüdische und christliche Forscher sind inzwischen immerhin zu
folgenden gemeinsamen Ansichten gekommen:
- Jesus als tatsächliche historische Person zu sehen, geboren in Nazareth in
Galiläa; als Sohn von Josef und Maria (Mirjam); aufgewachsen in einem Kreis von
Brüdern und Schwestern;
- getauft von Johannes dem Täufer und Bußprediger; wonach er sich berufen sah,
öffentlich zu wirken; aus welchem Zusammenhang heraus dann die Jesus-Bewegung
entstanden ist;
- daß er als Wanderprediger das Gebet zum einen Gott gelehrt und vor dem
Hintergrund des näherkommende Gottesreichs das Volk zur Umkehr aufgerufen hat.
- daß er dabei auch zahlreiche Heilungswunder, z.B. an psychisch Kranken,
bewirkte; und daß er besonders bei sozial und sonstwie gesellschaftlich
schwächer Gestellten, Frauen und Kranken angenommen wurde;
- daß sich in Galiläa und Jerusalem Konflikte mit jüdischen Geistlichen
ergaben, bis hin zum gewaltsamen Tod durch Römer.
Zwischen Juden und Christen blieb u.a. umstritten,
- ob Jesus der prophetisch vorhergesehene Messias war;
- wie die Kreuzigung und der Auferstehungsglaube zu sehen ist;
- wie die christliche Lehre vom umfassenderen - über das Judentum
hinausgehenden - Volk Gottes zu verstehen ist;
- wie das Verhältnis zwischen Jesus und Gott genau war.
(Allerdings gibt es darüber hinaus auch einige Juden und Christen mit extremer
Kritik gegen die jeweils andere Religion. Im interreligiösen Dialog spielen
diese praktisch keine Rolle.)
*)
Zur Entwicklung des Judentums vom Altertum über die katastrophalen Ereignisse
in der deutschen Geschichte bis zur Gegenwart s. a. Prof. Hans Küng, Das
Judentum. Wesen und Geschichte, Sonderausgabe 2007. (Er strebt eine
integrierte Forschung an, die trotz Archäologie und kritischer Forschung die
alten Schriften als inhaltliche Quellen ernst nimmt, und die sowohl Christen als
auch Juden Einiges zum Nachdenken auf den Weg gibt. Wir teilen nicht alle dort
wiedergegebenen Folgerungen historisch-kritischer Forschung, die Geschehnisse
mit Jesus manchmal zu sehr als subjektive Erlebnisse erscheinen ließen; der
Autor ist aber offen für eine eigenständige noch nicht voll erforschte
Realität solcher Erlebnisse.)
...Betr. die „vorsintflutliche" Zeit und die neutestamentliche
Zeit z.B. die Schriften durch das „Innere Wort" von Jakob Lorber:
www.lorber-verlag.de ; sowie Rudolf Steiner. Die Erkenntnisse der Mystik bringen
es auch mit sich, daß die These Einiger gar ganz vergessen werden kann, Jesus
habe als historische Person nie existiert, oder sei ein einfacher Wanderprediger
gewesen.
In themen/islam.htm : Jesus
Christus und der Islam, Änderung:
Jesus
wird dann wiederkommen und über die gläubigen Leute der Schrift Zeuge sein (Sure
4,159; vgl. Sure 16,89*). Das Gericht ist im Koran wie in der Bibel
eindeutig eine Sache Gottes, und nicht eine Sache der Menschen, egal ob
Christen, Moslems oder Juden.
(Solche Vergleiche zwischen den Religionen dienen hier nicht dazu, die
Unabhängigkeit des Koran zu bezweifeln.)
Schon in der Sure 3:55 bzw. 5:48 heißt es „...ich werde ihn rein machen"
und „...werdet Ihr alle zu mir zurückkehren, und ich (Gott) werde zwischen
Euch entscheiden über das, worüber ihr Euch (im Erdenleben) uneins wart".
Die Lösung einiger verbliebener Geheimnisse könnten Christen und Moslems daher
in Ruhe abwarten, statt zu streiten. (...)
***) Auch die historischen "christlichen Kreuzzüge" waren nicht
biblisch begründet, sondern menschliche Taten, und stehen z.B. bei vielen
europäischen Christen heute in schlechtem Ruf.
Dschihad...(wörtlich:
"Kampf") ...in dieser Bedeutung...
Im heutigen Islam gibt es keine zentrale Stelle, die über
religiös- ethische Fragen entscheidet. Jedoch würden Positionen, die von einer
deutlichen Mehrheit der angesehenen Rechtsgelehrten geteilt werden,
wahrscheinlich breit akzeptiert werden.
Hinweise auf mystische und philosophische Traditionen in der Geschichte des
iranischen Islam gibt es in französischer Sprache:
Henri Corbin, "En Islam iranien. Aspects spirituels et
philosophiques" I, II, III. Paris. (Soweit
Bücher Anderer erwähnt sind, heißt das nicht automatisch, daß alle ihre
Inhalte unterstützt würden.)
**) Zur geschichtlichen
Entwicklung der Koranauslegung und der verschiedenen Schulen siehe Hans
Küng, "Der Islam Geschichte, Gegenwart, Zukunft" oder die
Sonderausgabe 2007 als "Der Islam Wesen und Geschichte", Piper-Verlag.
Ausführlichere Hinweise auf die
mystischen und die früher vorhanden gewesenen philosophischen Traditionen in
der Geschichte besonders des iranischen Islam gibt es in französischer Sprache:
Henri Corbin, "En Islam iranien. Aspects spirituels et
philosophiques" I, II, III. Paris. (Soweit Bücher Anderer erwähnt
sind, heißt das nicht automatisch, daß alle Ansichten darin unterstützt
würden.)
***) Auch die historischen
"christlichen Kreuzzüge" waren nicht biblisch begründet, sondern
menschliche Taten, und stehen z.B. bei vielen europäischen Christen heute in
schlechtem Ruf.
u.a. kleinere Änderungen
.
(neu) themen/buddhismus.htm : Jesus Christus und der Buddhismus; & Ergänzung:
Buddha im "Kalama Sutra":
"Lasst euch nicht führen..., nicht nach Hörensagen, ...Überlieferungen,
... Tagesmeinungen, ...der Autorität heiliger Schriften, ...blossen
Vernunftgründen und logischen Schlüssen, ... erdachten Theorien und
bevorzugten Meinungen, ...Eindrücken persönlicher Vorteile, ...der Autorität
eines Meisters. Wenn ihr aber selber erkennt ...".
(neu) themen/hinduismus.htm : „Jesus Christus und der Hinduismus"; & neuere Ergänzungen:
Im Hinduismus kann z.B. die Schule der Vishnuiten als monotheistisch gelten.
Heilige Schriften
Die älteste religiöse
Grundlage sind die Veden, die auf die "Rishis" des urzeitlichen
"Goldenen Zeitalters" zurückgeführt wurden. Später kam z.B. das
Mahabharata-Epos hinzu, mit der Schilderung frühgeschichtlicher Begebenheiten,
die oft für Mythen gehalten werden, u.a. Kriege, also aus einem nicht mehr
derart "goldenen" Zeitalter. Die Weisheitsliteratur der Upanishaden
schloß sich an. Die Bhagavadgita bezieht sich auf das Wirken Krishnas.
.
themen/taoismus.htm : Taoismus/
Konfuzianismus im Verhältnis zum Christentum & neuere Ergänzungen
Auf einem solchen Weg kann
die Einteilung aller Erscheinungen der Welt in Yin und Yang den Verstand des
Menschen verstärkt in diesen Polaritäten festhalten; sie kann aber bei
entsprechendem Streben auch über diese hinaus führen, und in einen mystischen
Bewusstseinszustand.
Ein intereressantes Zeugnis einer frühen Begegnung zwischen Christen und Taoisten findet sich im Buch von Martin Palmer, "Die Jesus Sutras", Ansata: eine heute nicht mehr existierende christliche Kirche in China hat im 8. Jahrhundert wesentliche Inhalte des Christentums für ein taoistisches Umfeld verständlich gemacht. (Soweit hier Bücher Anderer erwähnt sind, heißt das nicht automatisch, daß alle ihre Inhalte unterstützt würden.)
.
themen/shinto.htm : Die japanische Shinto-Religion sowie Naturreligionen allgemein im Verhältnis zum Christentum
themen/parsismus.htm : Die
Religion Zarathustras (Parsen) im Vergleich mit dem Christentum
.
themen/religion.htm : „Religion als Wiederverbindung mit Gott" ; Ergänzungen:
...daß sich "
das Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis" im Paradiesmythos u.a. auf diese Spaltung bezieht, und daß die Überwindung negativer ("teuflischer") Eigenschaften daher auch die Heilung dieser Spaltung betrifft....Dies
heißt nicht, daß diese anderen Wege alle zum selben Ziel führen müßten;
Genaueres zu Ähnlichkeiten und Unterschieden siehe unsere entsprechenden
Themenseiten.)
Dabei
kommt es nicht in erster Linie auf "Glaubensvorstellungen" an,
also menschliche Gedanken über Religion; sondern mehr auf die real gelebte
Verbindung des Menschen mit Gott.
themen/beziehungen.htm: siehe Änderungen zum Haupttext, Kapitel 10.
Erweiterungen in reference.htm (Impressum)
(neu) b/philippus.htm - ergänzt
(neu) b/thomas.htm
(neu) b/katholischegebete.htm
(neu) themen/hilfe.htm(neu) themen/dreieinigkeit.htm.
(neu) themen/zeiten.htm Tafel: "Urbilder" - von der biblisch beleuchteten Urgeschichte über die Zeit Jesu bis in die Zukunft.
(neu) themen/laeuterung.htm "Ein christlicher Weg zur Verarbeitung der Ereignisse des Lebens".
(neu) b/papst.htm : "Papst Johannes Paul II und der Nachfolger Benedikt XVI."
(neu) b/name.htm : Zum Namen Jesus Christus.
(neu) themen/mystik.htm Anleitungen aus Jakob Böhme und Meister Ekkehart
(neu) themen/aktuelles_karikaturen.htm Kommentar zu den Karikaturen betr. Prophet Mohammed.
(neu) de1234/revision_de060506.htm : Maria Magdalena.
(neu) b/umfrage.htm : Zur Meinungsumfrage bzw. Studie "Spiritualität in Deutschland".
(neu) themen/sichbeklagen.htm : Klagen als möglicher Teil christlicher Praxis.
(neu) themen/bewusstsein.htm
(neu) themen/aegypten.htm : Anmerkungen zur Altägyptischen Religion
(neu)
themen/alteuropa.htm : Anmerkungen zu alteuropäischen Religionen: Griechische,
Römische, Germanische, Keltische Religion
(neu) themen/2012.htm : 2012: Der Maya-Kalender und das Christentum
|
Änderungen im Haupttext siehe gesondert. Neue Extrafenster zu Kapiteln des Haupttexts mit kurzen Bibelzitaten und Anmerkungen sind hier nicht genannt. Copyright:
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